Diese Seite verwendet Cookies.
<Hier klicken>
Montag, 18. Dezember 2017
   
Mediensuche Einfache Suche
minimieren
Ihre Mediensuche
Eiszeit
wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist
Medienkennzeichen: Sachliteratur
Jahr: 2017
Verlag: München, Verlag C. H. Beck
Monographie
nicht verfügbarnicht verfügbar
Exemplare
ZweigstelleStandorteStatusVorbestellungenFrist 
HauptstelleD 554 / ErwBibEntliehen008.01.2018
HauptstelleD 554 / ErwBibGeschäftsgang0 
Inhalt
Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem "Reich des Bösen". Warum ist das so? Geht es wirklich nur um Menschenrechte und westliche Werte? Wie kommt es eigentlich, dass immer gerade die Staaten ins Visier geraten, die den Westen geostrategisch herausfordern? In ihrem neuen Buch warnt Gabriele Krone-Schmalz vor einem Rückfall in die einfachen Denkmuster und klaren Feindbilder des Kalten Krieges. Wladimir Putins Ziele seien expansiv, wird behauptet, er bedrohe Polen und das Baltikum. Doch auf welcher Grundlage werden diese Schlussfolgerungen eigentlich gezogen? Könnte es nicht auch sein, dass Russland aus der strategischen Defensive heraus handelt und versucht, bestehende Einflusszonen zu halten? Wer agiert, wer reagiert? Und welche Politik sollten wir daher gegenüber Russland verfolgen: Eindämmung durch Abschreckung oder Wandel durch Annäherung? Eigentlich müsste über diese Fragen offen gestritten werden. Stattdessen werden Abweichler als Russlandversteher diffamiert und ausgegrenzt. Und das obwohl es um die wichtigste Frage überhaupt geht: das friedliche Zusammenleben mit unseren Nachbarn. In den Beziehungen zwischen Russland und der NATO ist eine gefährliche Stagnation festzustellen, die ständig in Konfrontation umschlagen kann. Irgendwie ein Zurückgehen auf Positionen des Kalten Krieges. Die Autorin sieht Ursachen dafür in Positionen des Westens, der für sich beansprucht, sozusagen das dauerhaft Gute zu verkörpern und dem dauerhaft bösen Moskau gegenüberzustehen. Dieser Inkarnation des Bösen kann man nur mit militärischer Stärke begegnen. So weit, so falsch, meint die Autorin. Sie holt weit aus, um zu belegen, dass eine Politik des gegenseitigen Anhörens und der Annäherung, des Deeskalierens, der bessere Weg für beide Seiten ist. Dabei nimmt sie sich den Raum, um wohltuend unaufgeregt die Standpunkte beider Seiten darzulegen und Auswege zu zeigen, um festgefahrene Situationen (Ukraine, Krim) auflösen zu können. Jedes Argument wird belegt und jede Seite kommt zu Wort. Ein ganz wichtiges Buch, das anregend und beispielgebend für die Diskussionen in der internationalen Politik sein sollte. Breit empfohlen. (2 S)
Details
Jahr: 2017
Verlag: München, Verlag C. H. Beck
Systematik: D 554
ISBN: 978-3-406-71412-2
Beschreibung: Originalausgabe, 298 Seiten : Karten : schwarz-weiß
Mediengruppe: Monographie
Startseite    |    Aktuelles    |    Mein Konto    |    Veranstaltungen    |    Über uns
Copyright 2011 by OCLC GmbH