Dienstag, 10. Dezember 2019
   
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Erinnerungen aus dem Warschauer Aufstand
Verfasser: Bialoszewski, Miron
Medienkennzeichen: Sachliteratur
Jahr: 2019
Monographie
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Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: D 551 / ErwBib Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:
Inhalt
Miron Bialoszewski war 21 Jahre alt, als er am 1. August 1944 das Haus in der Warschauer Innenstadt verließ, um seiner Mutter Brot zu besorgen und mitten hineingeriet in das heroischste und tragischste Kapitel der polnischen Geschichte. Während die sowjetischen Truppen an die Außenbezirke der Hauptstadt heranrückten, riefen die Anführer der polnischen Untergrundarmee zum Aufstand gegen die deutsche Besatzung. Was sich in den 63 Tagen bis zur Niederschlagung in der Stadt abspielte, hält sein Buch fest: wie mit einer literarischen Handkamera geschrieben – nah dran, in verwackelten, abgerissenen Sätzen, das Stakkato der Gewehrsalven, die fliehenden Schritte aufnehmend, schildert er Episoden aus dem Alltag einer kämpfenden und sterbenden Stadt. Die Leser sind unmittelbar dabei, laufen mit ihm durch die Stadt, kreuzen die deutschen Linien, weichen Heckenschützen aus, sinken erschöpft und außer Atem an einer Mauerecke zusammen, retten Verwundete, begraben Tote. Zwischen dem Jetzt der unmittelbaren Gegenwart und den späten 60er Jahren, der Zeit der Niederschrift, hin und her springend, gelingt ihm ein unübertroffenes literarisches Dokument. Ein Buch über die Ermordung einer Stadt, das zeitlose Gültigkeit besitzt.»Es ist ein zeitloses Buch: denn es schildert das furchtbare Los von Zivilisten, die während eines Krieges in die Kampfhandlungen hineingeraten.« (Michael Kuhlmann, Deutschlandfunk 29.07.2019)
 
Miron Bialoszewski, 1922 in Warschau geboren, machte sein Abitur während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und studierte danach an der geheimen Untergrunduniversität polnische Philologie. Er nahm am Warschauer Aufstand 1944 teil und nach der Niederschlagung wurde er zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Auf dem Transport nach Deutschland konnte er flüchten und kehrte nach Polen zurück. Nach dem Krieg beendete er sein Studium und arbeitete neben dem Studium als Postangestellter. Nach dem Studium begann er als Journalist für Warschauer Tageszeitungen zu arbeiten. Außerdem schrieb er für Kinder- und Jugendzeitschriften, in denen er seine ersten Gedichte und Lieder veröffentlichte. Sein literarisches Debüt gab er 1955 in der Zeitung Literaturleben und 1956 erschien sein erster Gedichtband. Zahlreiche seiner Gedichte wurden vertont. 1955 gründete er in seiner Wohnung das »Teatr Osobny«, das Sartre, Grotowski, Mrozek, Rózewicz und Kantor zu seinen Gästen zählte. Er gilt als wichtigster Repräsentant der »linguistischen Poesie«, der seit einiger Zeit als Klassiker der urbanen Subkultur entdeckt wird. Er starb 1983 in Warschau.
 
Esther Kinsky wurde 1956 in Engelskirchen geboren und lebt in Berlin. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnische, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa, wurde sie vielfach ausgezeichnet.
Details
Verfasser: Bialoszewski, Miron
Jahr: 2019
Systematik: D 551, D 343.6, H 910
ISBN: 3-518-22508-1
Beschreibung: Erste Auflage, 344 Seiten : Karten
Schlagwörter: 1944, Aufstand, Bialoszewski, Miron, Erinnerung, Erinnerungskultur, Erlebnisbericht, Erlebnisberichte, Flucht, Fluchterlebnis, Jugendliche, Jugendlicher, Krieg, Krieg <1939-1945>, Kriegserlebnis, NS-Diktatur, Okkupation, Polnische Geschichte, Schriftsteller, Warschau, Warschauer Aufstand<1944>, Widerstand, Zeitzeugen, Zivilbevölkerung, Zweiter Weltkrieg, Antifaschistischer Widerstand, Deutschland (1933-1945), Drittes Reich, Nationalsozialistische Diktatur, Widerstandskampf, Widerstandskämpfer, Zivilisten
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Monographie
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