Montag, 14. Oktober 2019
   
Mediensuche Einfache Suche
minimieren
Ihre Mediensuche
Das deutsche Datum
der neunte November
Verfasser: Brenner, Wolfgang
Medienkennzeichen: Sachliteratur
Jahr: 2019
Verlag: Freiburg im Breisgau, Herder
Monographie
nicht verfügbarnicht verfügbar
Exemplare
ZweigstelleStandorteStatusVorbestellungenFrist
Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: D 300 / ErwBib Status: Geschäftsgang Vorbestellungen: 0 Frist:
Inhalt
Kein anderes Datum hat die deutsche Geschichte häufiger erschüttert als der neunte November. Es war an einem neunten November, als 1918 die Novemberrevolution in der Ausrufung der Weimarer Republik ihren Höhepunkt erreichte. Es war an einem neunten November, als 1923 der bis dahin unbekannte Adolf Hitler in München einen Putschversuch gegen ebendiese Republik anzettelte. Es war an einem neunten November, als 1938 die Novemberpogrome der Nationalsozialisten in der »Reichskristallnacht« mündeten. Es war an einem neunten November, als 1939 der schwäbische Handwerker Georg Elser ein Attentat auf Adolf Hitler und seine Vertreter ausführte. Und es war an einem neunten November, als 1989 die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fiel. Wolfgang Brenner geht der Frage nach, was diese fünf unterschiedlichen Ereignisse miteinander verbindet, er erzählt Geschichten vom neunten November, und er blickt auf jene knapp fünf Jahrzehnte ohne einen geschichtsträchtigen neunten November, in denen das „deutsche Datum“ dennoch eine untergründige Wirkung entfaltet.
 
Wolfgang Brenners Buch zeigt: Der neunte November verleiht der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert eine ganz besondere Struktur. Denn betrachtet man diese Tage intensiver, gewinnt man nicht nur einen neuen Blick auf die Vergangenheit, sondern auch ein besseres Verständnis unserer Gegenwart. Der neunte November ist ein Tag der Wendepunkte. Und gerade den Fall der Mauer und damit das Ende der DDR betrachtet Wolfgang Brenner als epochale Wende, die ohne die vorangegangenen neunten November nicht zu verstehen ist. »1989 ereignete sich der vorerst letzte neunte November, eine Art Schlussakkord, der dieses schreckliche 20. Jahrhundert besiegelte. Damit wird das neuralgische deutsche Datum zu einem Schlüssel für die jüngere Geschichte Deutschlands, Europas und der Welt.« Wolfgang Brenner kann zeigen, dass selbst die aktuelle Diskussion um den Brexit in einem Zusammenhang mit dem neunten November steht.
 
Somit stellt sich die Frage: Gibt es ein deutsches Muster? Gibt es Verbindungen zwischen den Ereignissen des neunten November? Jenseits von kruden Verschwörungstheorien: Wolfgang Brenners Recherchen machen deutlich, dass es »einen objektiven Zusammenhang der Neunter-November-Ereignisse gibt: Sie gehorchen alle einer historischen Logik. Diese Logik ist recht simpel, nämlich kausal. Der neunte November reagiert auf den neunten November. Es existiert also eine untergründige Verbindung zwischen all diesen Daten.«
 
»Das deutsche Datum« ist eine spannende Reise durch ein mörderisches, aufwühlendes und nicht immer leicht zu durchschauendes Jahrhundert. Auf seiner Suche danach, was diese unterschiedlichen Ereignisse miteinander verbindet, entwirft Wolfgang Brenner ein einzigartiges Panorama deutscher Geschichte, gewohnt flüssig und unterhaltsam zu lesen. Der glänzende Erzähler zahlreicher Sachbücher und Romane schafft es in diesem Buch, die deutsche Zeitgeschichte und ihre Zusammenhänge so spannend zu erzählen wie einen Krimi.
 
Von der Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 bis zur Öffnung der Grenzen 1989 erzählt der Autor von bedeutenden geschichtlichen Ereignissen im 20. Jahrhundert, die am 9. November stattfanden, und zieht Verbindungslinien zwischen den Daten. Fünf mal 9. November: Ausrufung der Republik 1918, Hitlerputsch 1923, Pogromnacht 1938, Hitler-Attentat G. Elsers 1939, schließlich die Grenzöffnung 1989 - daraus destilliert der Buchautor und Journalist ) mit Sinn für dramatische Zuspitzungen und mehr auf Fakten und Abläufe als auf Zusammenhänge und Hintergründe konzentriert, eine historische Erzählung zu bedeutenden Marksteinen deutscher Geschichte. Brenner reißt offene und verdeckte Verbindungslinien zwischen den Daten an (etwa in der Erinnerungskultur) und geht auch auf die langen 50 Jahre ohne "November" ein. Zugriff auf Wegmarken der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, ist spannend erzählt und einfach und süffig zu lesen. (2)
Details
Verfasser: Brenner, Wolfgang
Jahr: 2019
Verlag: Freiburg im Breisgau, Herder
Systematik: D 300, D 340, D 400
ISBN: 978-3-451-38475-2
Beschreibung: 319 Seiten : Illustrationen : schwarz-weiß
Schlagwörter: 1918, 1923, 1938, 1939, 1989, 9. November, 9. November 1918, 9. November 1938, 9. November 1989, Attentat, Deutsche Geschichte, Deutschland, Elser, Georg, Erinnerung, Erinnerungsdiskurs, Erinnerungskultur, Erinnerungspolitik, Gedenktag, Hitlerputsch, Kollektives Gedächtnis, Mauerfall, Novemberpogrom, Novemberrevolution, Pogrom, Pogromnacht, Republik, Revolution <1989>, Wiedervereinigung, Friedliche Revolution 1989 /90, Kristallnacht, Reichskristallnacht, Wende, Wendezeit
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Monographie
Startseite    |    Aktuelles    |    Mein Konto    |    Veranstaltungen    |    Über uns    |    Förderverein
Copyright 2011 by OCLC GmbH