Donnerstag, 9. Juli 2020
   
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Und alles ohne Liebe
Theodor Fontanes zeitlose Heldinnen
Verfasser: Spinnen, Burkhard (Verfasser)
Medienkennzeichen: Sachliteratur
Jahr: 2019
Verlag: Frankfurt am Main, Schöffling & Co.
Monographie
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Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: H 910 Font / ErwBib Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:
Inhalt
Frage: Ist Theodor Fontane ein verstaubter Schulbuchklassiker? Antwort: Mitnichten! Mit »Und alles ohne Liebe« unternimmt Burkhard Spinnen eine gleichermaßen respektvolle wie radikale Lesereise durch Fontanes Werk. Spinnen liest die acht 'Berliner Romane' ohne jedes Interesse an historischem Kostüm oder Lokalkolorit, so als spielten sie nicht im Wilhelminischen Deutschland des 19. Jahrhunderts, sondern in einem zeitlosen Hier und Jetzt. Dabei treten Konstellationen hervor, die immer noch aktuell sind oder es jetzt gerade wieder werden. Ganz unverstellt fällt der Blick auf das zeitlose Streben der Figuren nach Selbstbestimmung und Glück. »Und alles ohne Liebe« arrangiert die Figuren der Fontane'schen Gesellschaftsromane zu einer literarischen Familienaufstellung. Die reicht von den unbeweglichen Schwestern Poggenpuhl über die ewig kindliche Effi und die sich bescheidende Lene hin zu Mathilde Möhring, die sich auf eigene Füße stellt. Burkhard Spinnen zeigt so den inneren Zusammenhalt des Werkes und die Aktualität des vermeintlichen Schulbuchklassikers. Seine Leseexpedition ist geeignet, Fontane-Liebhabern neue Aspekte zu vermitteln. Darüber hinaus gibt sie Anregungen, wie man den Dichter und sein Werk auch jüngeren Lesern nahebringen kann.
 
Im Vordergrund der ungewöhnlichen Neu-Interpretation der acht "Berliner Romane" Fontanes stehen die Frauengestalten und ihre Konflikte mit den gesellschaftlichen Konventionen der Zeit. Dabei arbeitet der Autor überzeugend die Zeitlosigkeit dieser Konflikt-Konstellationen heraus.
Burkhard Spinnen, profilierter Erzähler, Kinder- und Sachbuchautor, hat zuletzt mit einer Liebeserklärung an das Buch überzeugt. Sein Beitrag zum Fontane-Jahr (200. Geburtstag am 30.12.2019) ist eine ungewöhnliche Neu-Interpretation der acht "Berliner Romane" Fontanes. Im Vordergrund stehen dabei die Frauengestalten der Romane und ihre Konflikte mit den gesellschaftlichen Konventionen der Zeit. Die Bandbreite der Charaktere reicht dabei von den ganz in der Vergangenheit verhafteten Schwestern Poggenpuhl über die immer irgendwo Kind bleibende Effi Briest bis zu Mathilde Möhring, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Dem Autor gelingt es, in einfühlsamen Interpretationen die zeitlose Aktualität dieser Konfliktkonstellationen herauszuarbeiten: als Konflikt zwischen individuellen Prägungen und rasantem gesellschaftlichen Wandel. Die unterhaltsame und höchst anregende Lese-Reise durch Fontanes Werk bietet einen erfrischend anderen Blick auf den großen Romancier und erschließt sich ganz ohne literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse. Burkhard Spinnen, geboren 1956, lebt in Münster. Er schreibt Erzählungen, Romane, Kinderbücher, Essays, Glossen und Rezensionen. Für seine Werke wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Herbert Quandt Medien-Preis und dem Deutschen Hörbuchpreis.
 
Enth. u. a. Effi, Cecile, Stine, Lene, Corinna, Jenny, Melanie, Mathilde, Therese, Sophie, Manon, ...
Details
Jahr: 2019
Verlag: Frankfurt am Main, Schöffling & Co.
Systematik: H 910
ISBN: 978-3-89561-048-6
Beschreibung: Erste Auflage, 109 Seiten
Schlagwörter: Fontane, Theodor, Frau, Frau <Motiv>, Frauen, Interpretation, Romane, Frauenzeitschriften
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Monographie
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