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Ich bin Jude aus dem Herzen
wie ich die Nazi-Vergangenheit meines Vaters bewältigte
Medienkennzeichen: Sachliteratur
Jahr: 2017
Verlag: Berlin, Europa Verlag
Monographie
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Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: D 409 / ErwBib Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:
Inhalt
Bernd Wollschlaeger ist der Sohn von Major Artur Wollschlaeger, einem hochdekorierten Wehrmachtsoffizier, überzeugten Nationalsozialisten und Holocaustleugner, der auch nach dem Krieg an seinen Überzeugungen festhielt. Der kleine Bernd wohnt mit seinen Eltern im selben Haus wie die Witwe des Hitler-Attentäters Stauffenberg, den sein Vater nur als "Verräter" bezeichnet. Sie erzählt ihm völlig andere Dinge über den Krieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten, und er beginnt, immer mehr an den Darstellungen seines Vaters zu zweifeln. Als er sich nach einem Besuch in Israel entschließt, zum Judentum zu konvertieren, kommt es zum vollständigen Bruch mit seinem Vater, der kurze Zeit nach der Auswanderung seines Sohnes nach Israel stirbt. An seinem Grab beschließt Bernd Wollschlaeger, die Beziehung zu seinem Vater aufzuarbeiten und seine Familiengeschichte für seine Kinder aufzuschreiben. Bernd Wollschlaeger geht es nicht darum, die Deutschen und ihr Verhalten während des Nationalsozialismus anzuprangern. Er möchte vielmehr die Vergangenheit als Lehre für die Zukunft nutzen und Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen bauen. Seine bewegende Lebensgeschichte ist ein inspirierendes Beispiel für die menschliche Fähigkeit zu Veränderung und Heilung auch der dunkelsten Familienschatten
 
Der Autor, der heute als Arzt in Florida lebt, beschreibt seine Auseinandersetzung mit der Biografie seines Vaters, einem hohen Wehrmachtsoffizier und auch nach dem Krieg noch überzeugtem Nationalsozialisten. In einfacher Sprache mit viel wörtlicher Rede beschreibt Wollschlaeger, wie allmählich seine Zweifel an den Einstellungen und Erzählungen seines Vaters wachsen. Katholisch erzogen, kommt er durch persönliche Erlebnisse in Kontakt zu Israel und konvertiert zum jüdischen Glauben. Als er nach Israel auswandert, kommt es zum Bruch mit dem Vater. In Israel arbeitet Wollschlaeger als Arzt, wird in die Armee eingezogen und setzt sich für Versöhnung mit den Arabern ein. Das in humanistischem Geist frei von Wiedergutmachungspathos geschriebene Buch ist, anders als bei Niklas Frank , keine Abrechnung mit dem Vater, mit dem es nie zu einer echten Auseinandersetzung kommt. Vielmehr will es ein positives Beispiel geben, welche Lehren man aus belastender Vergangenheit ziehen kann. In diesem Fall: Hinwendung zu einer anderen Kultur, Engagement für Völkerverständigung.
Details
Jahr: 2017
Verlag: Berlin, Europa Verlag
Systematik: D 409, D 612, D 343
ISBN: 978-3-95890-099-8
Beschreibung: 271 S.
Schlagwörter: Deutschland <Bundesrepublik>, Erinnerungskultur, Familie, Familiengeschichte, Holocaust, Juden, Judentum, Judenverfolgung, Kriegskinder, NS-Verbrechen, NS-Vergangenheit, Nationalsozialistischer Verbrecher, Shoah, Sohn, Vater, Vater-Kind-Beziehung, Vergangenheitsbewältigung, BRD, Bundesrepublik Deutschland, Holokaust
Sprache: de
Originaltitel: A German life
Mediengruppe: Monographie
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