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Kant für Kinder

Fragelehrbuch für den sittlichen Unterricht ; Nachdruck der Ausgabe Hannover 1924
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Friedlaender, Salomo
Verfasserangabe: Salomo Friedlaender
Medienkennzeichen: Kinderliteratur
Jahr: 2004
Verlag: Hildesheim [u.a.], Olms
Mediengruppe: Kinderbuch
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Inhalt

Titel enth. in den "Schwarzen Listen", die während des NS-Terrors den Bücherverbrennungen 1933 zugrunde lagen
 
In "Kant für Kinder" werden Kants Ethik, Religionsphilosophie, Erkenntnistheorie in der Form eines Dialogs, in Fragen und Antworten, allgemein verständlich, ohne Fachausdrücke und Fremdwörter dargestellt. Bei den jüngeren Kindern soll der Lehrer die Vermittelung, besonders durch sinnreiche Beispiele, übernehmen. Die reifere Jugend soll und kann dies Buch unmittelbar verstehen. (Aus dem Vorwort.) Als der in Berlin lebende Philosoph und Satiriker S. Friedlaender 1933 nach Paris emigrierte, hoffte er, seine 9 Jahre früher veröffentlichte Einführung in die Lehre Kants als Schulbuch einführen zu können. Dazu kam es nicht. Dabei wirft Philosophie, so der Autor, 3 Fragen auf, deren Beantwortung schon in der Schule erlernt werden sollte. Es sind die 3 Kernfragen Kants: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Auf ihnen baut Friedlaender seine verständliche, weil Fachbegriffe umgehende Sittenlehre auf. Sie gibt Antwort auf die Frage nach Krieg und Frieden, nach Wahrheit, Gewissen, Vernunft, Freiheit und ähnliche Inhalte. Durch die gewählte Dialogform ist diese Vorstellung von Kants Lehre griffig und leicht zugängig. Ein lesenswertes Nachwort informiert über Entstehung, Ziel und Rezeption des mit ausführlichen Literaturangaben, Namen- und Sachverzeichnis versehenen Buches.
 
 
Salomo Friedlaender (Pseudonym: Mynona; * 4. Mai 1871 in Gollantsch bei Posen; † 9. September 1946 in Paris) war ein deutscher Philosoph und Schriftsteller, der vor allem in der literarischen Avantgarde wirkte. Ab 1906 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin, wo er Freundschaften u. a. mit Martin Buber, Alfred Kubin, Gustav Landauer, Else Lasker-Schüler, Samuel Lublinski, Erich Mühsam, Ludwig Rubiner, Paul van Ostaijen und Herwarth Walden schloss. Daneben verkehrte er mit Raoul Hausmann, Hannah Höch, Ludwig Meidner und Paul Scheerbart. Unter dem Pseudonym Mynona ("Anonym" rückwärts gelesen) debütierte Friedlaender in expressionistischen Zeitschriften, wie Der Sturm, Die Aktion, der Jugend oder den Weißen Blättern. Die Texte Friedlaenders kombinieren expressionistische und dadaistische Elemente mit den Formen der Groteske und Parodie, wodurch er der literarischen Avantgarde neue Impulse verlieh. Viele seiner Texte beinhalten überdies scharfzüngige Gesellschaftskritik. Er selbst sah sich als eine Synthese von Immanuel Kant und Charlie Chaplin. Wenige Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigrierte Friedlaender nach Paris. Dort starb er verarmt im Alter von 75 Jahren am 9. September 1946.

Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Friedlaender, Salomo
Verfasserangabe: Salomo Friedlaender
Medienkennzeichen: Kinderliteratur
Jahr: 2004
Verlag: Hildesheim [u.a.], Olms
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Systematik: Suche nach dieser Systematik III E 1, E 330
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ISBN: 3-487-12806-3
Beschreibung: Nachdr. der Ausg. Hannover 1924, 137 S.
Schlagwörter: Kinder- und Jugendliteratur; Historische Kinderbücher; Verbrannte Bücher; Bücherverbrennung; Bücherverbrennungen; Kant, Immanuel; Philosophie; Philosophiegeschichte; Philosophieunterricht
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Mediengruppe: Kinderbuch